Systematisch, individuell, fundiert

Diagnostik von Angststörungen

Die Diagnostik von Angststörungen erfolgt in einem strukturierten und mehrstufigen Verfahren, um eine fundierte und differenzierte Einschätzung der Beschwerden, deren Ursachen und der funktionellen Beeinträchtigungen zu ermöglichen. Dabei kommen sowohl klinische Gespräche als auch strukturierte Interviews, psychometrische Verfahren, somatische Abklärung und differentialdiagnostische Überlegungen zum Einsatz.

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berichten nach Diagnose und Behandlung einer Angststörung über mehr Lebensqualität.

Schritt für Schritt zu deinem Wohlbefinden

Ablauf der Gespräche

Die Diagnostik beginnt in der Regel mit einem Erstgespräch im Rahmen einer psychotherapeutischen oder psychiatrischen Anamnese. Dieses Gespräch dient dem Aufbau einer vertrauensvollen therapeutischen Beziehung und der offenen Darstellung der Hauptbeschwerden. Es folgen weitere diagnostische Sitzungen, in denen die psychische und somatische Anamnese vertieft wird. Der Ablauf kann wie folgt gegliedert werden:

Inhalte der Diagnostik

Symptomerhebung

Die Diagnostik fokussiert auf kognitive, affektive, somatische und behaviorale Symptome der Angst. Zu den typischen Symptomen zählen:

  • Übermäßige Sorgen (generalisierte Angststörung)
  • Panikattacken mit vegetativer Symptomatik (Panikstörung)
  • Vermeidungsverhalten (Agoraphobie, soziale Phobie)
  • Herzklopfen, Schweißausbrüche, Zittern, Atemnot (alle Angststörungen)
  • Konzentrationsstörungen, Schlafprobleme, Reizbarkeit

Psychometrische Verfahren

Zum Einsatz kommen validierte Instrumente wie:

  • Beck Anxiety Inventory (BAI):
  • Erfassung von Angstschwere
  • Generalized Anxiety Disorder-7 (GAD-7): Screening für generalisierte Angststörung
  • Liebowitz Social Anxiety Scale (LSAS): Erfassung sozialer Ängste
  • Panik-Agoraphobie-Skala (PAS): Paniksymptome und Vermeidung
  • SCL-90-R: Globales psychisches Belastungsprofil
  • Margraf, J. & Schneider, S. (2009). Lehrbuch der Verhaltenstherapie Band 1. Springer.

Diagnosekriterien laut ICD-11
(WHO, 2019)

Die Internationale Klassifikation psychischer Störungen der WHO (ICD-11) führt verschiedene
Angststörungen unter der Hauptgruppe 6B0. Für eine Diagnose müssen folgende
Kernkriterien erfüllt sein:

Psychometrische Verfahren

  • Übermäßige Sorgen (generalisierte Angststörung)
  • Panikattacken mit vegetativer Symptomatik (Panikstörung)
  • Vermeidungsverhalten (Agoraphobie, soziale Phobie)
  • Herzklopfen, Schweißausbrüche, Zittern, Atemnot (alle Angststörungen)
  • Konzentrationsstörungen, Schlafprobleme, Reizbarkeit

Panikstörung (6B01)

  • Wiederholte, unerwartete Panikattacken mit körperlichen Symptomen
  • Anhaltende Sorge vor weiteren Attacken
  • Vermeidungsverhalten ist häufig, aber nicht zwingend

Soziale Angststörung (6B03)

  • Angst vor negativer Bewertung oder Blamage in sozialen Situationen
  • Vermeidung oder extreme Belastung in sozialen Kontakten
  • Oft mit niedrigem Selbstwertgefühl verbunden

Agoraphobie (6B02)

  • Intensive Angst vor öffentlichen Orten, Verkehrsmitteln, Menschenmengen
  • Vermeidungsverhalten oder nur mit Begleitung erträglich
  • Deutliche Beeinträchtigung der Lebensführung
Diagnostik

Differentialdiagnosen

Die Symptome von Angststörungen überschneiden sich häufig mit anderen psychischen oder somatischen Störungen, die ausgeschlossen werden müssen:

Depressive Störungen (z. B. Major Depression)

hier sind Angst und Antriebslosigkeit ebenfalls häufig, jedoch ist die Hauptsymptomatik eine depressive Grundstimmung. 

Zwangsstörung (ICD-11 6B20)

intrusive Gedanken, nicht primär auf Angst, sondern auf Zwangshandlungen ausgerichtet
Somatoforme Störungen (z. B. 6C20): körperliche Symptome ohne organische Befunde

Somatoforme Störungen (z. B. 6C20)

körperliche Symptome ohne organische Befunde

Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS, ICD-11 6B40)

Zusammenhang mit Trauma, Flashbacks und Vermeidungsverhalten 

Psychotische Störungen

bei starkem Realitätsverlust

ADHS, Autismus-Spektrum-Störung

vor allem bei Überlappung mit innerer Unruhe, Reizüberflutung, sozialer Rückzug 

Somatische Erkrankungen

Schilddrüsenüberfunktion, Phäochromozytom, kardiovaskuläre Erkrankungen 

Somatische Ausschlussdiagnostik

Wichtig zur Abgrenzung: Labor (TSH, B12, Ferritin), EKG, ggf. neurologische Abklärung bei ungewöhnlicher Symptomatik. 

Das Abschlussgespräch

 

Im Abschlussgespräch erfolgt eine strukturierte Rückmeldung über die diagnostischen Ergebnisse. Dabei werden dem Patienten die Diagnose, die diagnostischen Kriterien sowie relevante Ergebnisse aus Fragebögen und Gesprächen verständlich erläutert. Inhaltlich umfasst das Abschlussgespräch:

  • Erklärung der Angststörung und ihrer psychologischen Mechanismen (z. B. Teufelskreis der Angst)
  • Besprechung der Ressourcen und Funktionseinschränkungen
  • Darstellung der Behandlungsoptionen: z. B. kognitive Verhaltenstherapie, Exposition, Psychoedukation, ggf. Pharmakotherapie (SSRI, SNRI)
  • Empfehlungen zur Therapieform, evtl. ambulant oder stationär
  • Motivationsarbeit zur Förderung der Compliance
  • Klärung offener Fragen, nächste Schritte

Ziel ist es, gemeinsam mit der betroffenen Person eine informierte Entscheidung über den weiteren Behandlungsweg zu treffen und die Selbstwirksamkeit zu stärken.

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Das sagen unsere
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“Die Kommunikation war professionell, freundlich und die Antworten kamen sehr schnell."

Besonders positiv fand ich die individuelle Analyse am Ende, die nicht allgemein wirkte, sondern wirklich auf meine persönliche Situation eingegangen ist. Insgesamt eine sehr gute und hilfreiche Erfahrung, die mir mehr Klarheit gegeben hat.

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Ich wusste jederzeit, was mich erwartet. Auch während der Gespräche habe ich mich zu jeder Zeit verstanden und gut aufgehoben gefühlt. Zu keiner Zeit hatte ich das Gefühl ich bin “nicht richtig” oder werde nicht ernst genommen. Vielen Dank GAM Medical!

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Ich konnte offen über meine Gefühle und Symptome sprechen, ohne mich bewertet zu fühlen. Auch die Website ist sehr übersichtlich, sodass man Termine und den gesamten Diagnoseprozess einfach organisieren kann. Ich würde mich jederzeit wieder an GAM Medical wenden. Besonders hilfreich finde ich auch die Podcasts informativ, verständlich und wirklich unterstützend im Alltag.

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"Ich habe bei GAM Medical eine Diagnostik sowie eine umfassende Beratung in Anspruch genommen und bin rundum begeistert. “"

Von Beginn an habe ich mich ernst genommen, respektvoll behandelt und fachlich hervorragend begleitet gefühlt…Besonders beeindruckt hat mich die Zeit, die sich für meine Anliegen genommen wurde – ohne Druck, dafür mit viel Empathie und Verständnis. Insgesamt kann ich GAM Medical uneingeschränkt weiterempfehlen. Eine Einrichtung, die medizinische Kompetenz mit Menschlichkeit verbindet – genau so, wie man es sich wünscht.

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Terminvereinbarungen waren unkompliziert, meine Therapeutin empathisch und strukturiert. Ich gebe 4 Sterne, weil mir zwei mal ein telefonischer Rückruf zugesagt wurde, was jedoch leider nicht geschah. Aber auch nicht so tragisch, den Telefonservice empfand ich sonst als freundlich und unkompliziert.

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Habe zuerst den Selbsttest gemacht und dann mit dem Serviceteam gesprochen und die Diagnostik gebucht. Hatte überall das Gefühl dass Ich gut aufgehoben wurde und man sich um mich gekümmert hat. Diagnostik selber verlief problemlos via Video, hatte damit keine Probleme. Bin generell sehr zufrieden, empfehle GAM gerne weiter!

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Mit 37 Jahre endlich erfahren, was mit mir los ist und warum ich so bin wie ich bin. Nun geht die Reise weiter, mit mehr Verständnis für mich selbst.

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FAQs

Hier findest du die meistgestellten Fragen unserer Patient*innen.

Zu den gängigen Medikamenten gehören Elvanse, Medikinet, Methylphenidat und Ritalin. Sollte unser medizinisches Fachpersonal die Medikamentöse Behandlung empfehlen, beraten Dich individuell, welches Präparat am besten zu Deinen Bedürfnissen passt.

Nein, es ist nicht notwendig, die Medikamente dauerhaft einzunehmen. Es wird sogar empfohlen, sie in bestimmten Abständen abzusetzen, um die Notwendigkeit neu zu bewerten. Weitere Informationen findest Du hier in unserem Blogartikel.

Die Nebenwirkungen sind vom jeweiligen Medikament abhängig. Mögliche Nebenwirkungen können Appetitlosigkeit, Schlafprobleme oder Kopfschmerzen. Eine individuelle Beratung klärt Dich umfassend auf.

Die Wirkung setzt in der Regel unmittelbar nach der Einnahme ein. Präparate mit verlängerter Wirkung entfalten diese über den Tag verteilt.

Wenn die Diagnose von uns gestellt wurde, ist das möglich. Bei externen Diagnosen können wir keine Medikamente verschreiben. In diesem Fall solltest Du einen Arzt vor Ort konsultieren.

Ja, falls unser Psychotherapeut_in oder Psychiater_in dies empfiehlt. Zuvor sind jedoch physische Tests wie ein EKG und Blutbild erforderlich.

Die Medikamente haben kein klassisches Abhängigkeitspotenzial. Eine gewisse Gewöhnung an die Wirkung ist jedoch möglich, weshalb regelmäßige Kontrolltermine wichtig sind.

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ADHS Ratgeber

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